Flaneur, Stadt und Street-Fotografie

Preiswert – Beim Flanieren im Kik

Streetfotografie und Streetfotograf

Streetfotografie ist sinnfrei, weil es nur um Momente geht. Dennoch kann sie interessant und kreativ sein. Ein gutes Beispiel ist die Serie Shadows of Streetphotography.

Wie man Streetfotografie heute verstehen kann, ist an einigen Beispielen ganz gut hier erläutert worden.

Flaneur und Flaneur-Fotografie

Der Flaneur ist ein Typus, der in der Stadt unterwegs ist.

Auch Streetfotografie ist ein Kind der Straße, also in der Stadt zu finden.

Aber Streetfotografie ist Momentfotografie, während der Flaneur eher Fotos gestaltet, wobei er auch Momente einfangen könnte.

Flaneur-Fotografie ist aber eher keine Streetfotografie sondern nur einige Fotos des eigenen fotografischen Schaffens fallen darunter.

Der Schnappschuss

Schnappschüsse sind überall möglich, sie können auch Streetfotografie sein oder etwas anderes.

Das Foto mit den Totenköpfen hier ist keine Streetfotografie sondern ein Schnappschuss beim Flanieren. Es dokumentiert eine Facette im sozialen Zeitgeist im Konsumangebot und hält nicht einen Moment im sozialen Geschehen fest.

Henri Cartier-Bresson hatte neben vielen Portraits auch die Aufgabe, Schnappschüsse festzuhalten. Er orientierte sich dabei an der visuellen Grammatik der Malerei. Er konstruierte im Kopf und so entstanden im Rahmen Fotos, die einen Moment erzeugten.

Soziale Landschaft

Und dann kommen wir zu August Sander. Der war ein Wanderfotograf, der auf den Straßen wanderte. Damit war er ein Straßenfotograf aber kein Streetfotograf wie man ihn auf den Straßen von New York fand, aber er machte Portraits und dokumentierte Soziales durch seine Portraits, meistens gestellt aber gerade dadurch ausgedrückt. So entstand seine Typologie, die Selbstdarstellung als soziale Darstellung des Zeitgeistes erfaßte.

Ungestellt und gestellt gehen wir alle durch und in sozialen Landschaften. Wir drücken uns aus und sehen wie sich andere sozial ausdrücken mit Statussymbolen, ohne alles und überhaupt. In diesen sozialen Landschaften kann man auch flanieren.

Flanieren geht nur in urbanen Räumen und sozialen Zusammenhängen. Flaneur-Fotografie hält Zustände fest, Streetfotografie irgendwas im Moment. Die Trennung ist nur gedanklich sauber möglich.

Streetfotografie zeigt immer auch dann soziale Elemente, wenn ihr Thema soziale Situationen sind.  Insofern kann Streetfotografie soziale Fotografie sein.

Aber eigentlich ist Soziale Fotografie eher Dokumentarfotografie und weniger Streetfotografie.

So landen wir begrifflich in einer Menge Fotografie mit vielen Schnittmengen.

Sie alle sind zeitbezogen und ihre Inhalte vom Zeitgeist abhängig.

Und wer will flaniert so fotografierend durch seine Zeit.

 

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